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Audiografische Reisegeschichten

Von einer Reise bleiben meist die Begegnungen mit Menschen am nachdrücklichsten in Erinnerung. Als Audiograf liegt es nahe, diese ganz besonderen Geschichten auch festzuhalten und teilbar zu machen.

Deshalb finden sich hier als Teil meines Podcasts "Audiografie - Fotografie zum Zuhören" die ganz besonderen audiografischen Portraits unserer Begegnungen auf unserer Europatour.  

1. Borne Sulinowo - Geschichte und neues Leben einer Geisterstadt

Begegnung mit Dariusz Czerniawski und einem Leben für menschliche Geschichte

Das Städtchen Borne Sulinowo liegt in Westpolen. Für die Polen selbst existiert dieser Ort jedoch erst seit 1992 mit dem Abzug der russischen Truppen, denn Borne Sulinowo war eine Ausnahmestadt. Das militärische Sperrgebiet war für Polen tabu. Nach der Wende kamen die ersten Polen in eine echte Geisterstadt.

Der Ort ist in Deutschland bekannter unter der Bezeichnung Groß-Born. 1935 reaktivierten die Nazionalsozialisten den Truppenübungsplatz in der Heide, der bereits 1912 vom preussischen Kaiserherr genutzt wurde. Es wurde das modernste Truppenübungsgelände und zwischen 1938 und 1939 gleich zweimal von Adolf Hitler persönlich besucht.

Im Zweiten Weltkrieg unterhielt das NS-Regime hier Gefangenenlager für französische, polnische und russische Kriegsgefangene. Nach dem Kriegsende übernahm die russische Armee das Terrain und stationierte seit 1968 sogar Atomraketen unweit von hier.

Der Ort ist durch seine Militärgeschichte geprägt. Es haben sich viele menschliche Dramen hier abgespielt.

Dariusz Czerniawski will, dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Vor allem geht es um die menschlichen Geschichten und Schicksale. Dafür ist er aus ganz persönlichen Motiven 1993 als einer der ersten mit seiner Frau in die verlassene Geisterstadt gezogen, um hier gleichsam auch neues Leben zu begründen.

Auf unserer Familienauszeit und Europatour durfte ich ihn zusammen mit Gina Malinowski (ganz lieben Dank für alles, Gina! in dem kleinen Heimatmuseum treffen, welches er gegründet und zu seinem Lebenswerk gemacht hat.

Es ist eine berührende Begegnung mit der deutsch-polnischen Geschichte und eine Inspiration für zukünftige Generationen, die mich sehr beeindruckt hat.

Hier könnt ihr die Geschichte anhören (ca. 45 Min):

Weitere audiografische Geschichten findet ihr in meinem Podcast "Audiografie - Fotografie zum Zuhören" (u.a. auf Spotify).

Links:

2. Ride 2 see the world - Mit dem Motorrad um die Welt

Begegnung mit Barbara und Robert Schumacher in Lettland und Estland

Ich so: "Und, wie lange seid ihr schon unterwegs?" Und Barbara: "So circa zwei Jahre." Wow! Barbara und Robert sind echte Biker, die mit ihrem grünen Zelt ("die Villa Verde") die Welt bereisen. Es war unsere erste Begegnung mit Langzeitauszeitern - und es war eine wundervoll bereichernde Erfahrung!

 

In der Hörgeschichte erzählen sie von prägenden Erlebnissen mit anderen Kulturen, ihrer Lebensphilosophie und wie alles mit einem Traum begann. Ihre Ansichten und Perspektiven auf die Welt sind im Grunde ganz einfache Sätze, die doch gleichsam viel Reflexion und Konsequenz in der Umsetzung erfordern. Es sind Begegnungen wie diese, die unsere eigene Reise so wertvoll machen. Danke ihr beiden! 

 

Auf ihrem Blog schreiben die beiden bezeichnenderweise über sich:

"Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an." (Kurt Tucholsky)

Welche Aufgaben hat Barbara unterwegs: Küchenchefin und Einkaufsleiterin, Websiteadmin, Fotografin, Kulturbeauftragte, alles Administrative wie Visum, Versicherungen etc.

 

"Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz." (Hermann Löns)

Mit seiner unglaublich optimistischen und fröhlichen Art bringt Robert etwas ganz Kostbares für unsere Reise mit. Außerdem hat er unterwegs noch andere wichtige Aufgaben: Mechaniker, Handwerker, Navigator, Feuermacher

Hier könnt ihr die Geschichte anhören (ca. 38 Min):

Weitere audiografische Geschichten findet ihr in meinem Podcast "Audiografie - Fotografie zum Zuhören" (u.a. auf Spotify).

3. Die Mühle von Zasa - Ein Märchen aus Lettland

Begegnung mit Hardy Kortmann

"Das mit der alten Mühle war so nie geplant ..."

 

Hardy Kortmann arbeitet am Flughafen im Management der Lufthansa. Es war immer sein Traum, obwohl er nicht Pilot geworden ist. Dann führt in 2003 eine spontane Reise in die lettische Hauptstadt nach Riga. Er überlegt anschließend sogar, dort eine Ferienwohnung zu kaufen - entscheidet sich jedoch anders.

 

Zwei Jahre später führt ihn ein neugieriger Blick auf ImmoScout zum Inserat einer "stark renovierungsbedürftigen" historischen Wassermühle - 200 Kilometer von Riga entfernt in der Nähe der weißrussischen und litauischen Grenze. Hardy fährt hin - nur mal gucken ...

 

In der Hörgeschichte erzählt er, wie der magische Ort sein Leben verändert hat, welche unbekannten Familienband dazu bestehen und wie sich das Generationenprojekt seit diesen ersten Tagen entwickelt hat.

 

Hier könnt ihr die Geschichte anhören (ca. 79 Min):

Weitere audiografische Geschichten findet ihr in meinem Podcast "Audiografie - Fotografie zum Zuhören" (u.a. auf Spotify).

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